♂ Warum der Nice Guy nicht Nice ist

„Frauen sind alles Schlampen! Man muss sie wie Dreck behandeln, nur dann bekommt man sie! Mach ja nichts Gutes für eine Frau! Ich habe alles für meine Frau gemacht und was hat sie gemacht, mich für einen anderen verlassen, der sie scheisse behandelt!“

Das war ein Kommentar eines frustrierten „Mannes“ auf eine meiner Werbeanzeigen. Dort finden sich einige dieser Kommentare wieder, in denen sich diese Art Kerle aufgrund ihres nicht erfüllten Bedürfnisses über Frauen auskotzen.

Falls Du diesen Typ Mann noch nicht kanntest, wirst Du überrascht sein, wer er wirklich ist.

Kommt Dir dieses Szenario bekannt vor? Du stehst auf eine Frau und um bei ihr anzukommen, tust Du ihr etwas Gutes. Du versuchst sie durch Deine positive Seite von Dir überzeugen, indem Du ihr bloß kein schlechtes Bild von Dir gibst und zudem noch ihre Probleme für sie löst und Deine Bedürfnisse dabei ganz selbstlos hinten anstellst. Doch anstelle sich auf Dich einzulassen, lässt sie sich auf einen Kerl ein, der ihr weder Geschenke noch Gefallen tut und sie bei Problemen „sogar“ allein lässt.

Wenn Dir diese Situation vertraut vorkommt, dann habe ich eine Neuigkeit für Dich:

Du bist ein Nice Guy.

Die meisten Nice Guys denken ihr Verhalten wäre nett und sie wären die „Guten“. Doch Nice Guys sind alles andere als gut. Sie sind manipulativ, wütend und unausgeglichen. Während sie sich selbst als selbstlos darstellen, ist nichts was sie tun selbstlos. Der Kerl zu Beginn dieses Artikels ist das Paradebeispiel eines frustrierten Nice Guys.

Das Lebensparadigma von Nice Guys

Sie geben, um zu bekommen.

Der Typsche Nice Guy

Der typische Nice Guy: Gibt, um dafür ihre Liebe zu erhalten.

Lies Dir diesen Satz noch einmal durch, denn er beschreibt den Alltag des Nice Guys.

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Nice Guys haben ein anderes Lebensparadigma als emotional ausbalancierte Menschen. Aufgrund ihrer kindlichen Vergangenheit wurden sie dazu konditioniert keine Fehler zu machen, ihre Bedürfnisse hinten anzustellen und niemandem ein schlechtes Bild von sich zu geben. Genau nach dieser Maxime leben sie.

Ihr Lebensmotto sieht dabei wie folgt aus:

  • Ich stelle meine Bedürfnisse hinten an, erfülle die Bedürfnisse anderer und sorge dafür, dass mich jeder mag…
  • … damit ich ein sorgenfreies Leben habe und meine Bedürfnisse erfüllt werden.

Die von Nice Guys verdrängte Seite

Das Problem der Nice Guys ist, dass sie aufgrund ihrer meist im Kindesalter gemachten Erfahrungen ein anderes Verständnis darüber gewonnen haben, wie sie ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen. Während jeder selbstbewusste Mensch weiß, dass einzig und allein er für die Erfüllung seiner Bedürfnisse verantwortlich ist, ist im Nice Guy unterbewusst verankert, dass er keine Bedürfnisse haben darf. Denn Bedürfnisse zu haben, würde bedeuten, dass er abgelehnt werden könnte. Es würde bedeuten, dass seine Bedürfnisse nicht erfüllt werden könnten. Es würde bedeuten, dass er nicht in der Lage ist, seine Bedürfnisse zu erfüllen.

All das führt zu der Konsequenz, dass der Nice Guy sich abgelehnt und erniedrigt fühlt. Er fühlt sich allein gelassen, die primäre Angst des Nice Guys, welches sein gesamtes Leben prägt.

Um diese Angst zu meiden, verbannt der Nice Guy seine Bedürfnisse ins Unterbewusstsein. Weder spricht er darüber, dass er Bedürfnisse hat, noch glaubt er häufig selbst daran. Doch wir Menschen haben von unserer Natur aus alle dieselben Grundbedürfnisse. Aufgrund unserer Disposition und der Konditionierung durch unsere Eltern und die Gesellschaft entwickeln wir im Laufe unseres Jugendalters jedoch alle eine andere Strategie, um unsere Bedürfnisse erfüllt zu bekommen.

Die fehlende Verantwortung von Nice Guys zur Erfüllung der eigenen Bedürfnisse

Der selbstbewusste Mann steht zu seinen Bedürfnissen und macht sich somit selbst verwundbar. Er öffnet sich und übernimmt damit die Verantwortung für die Erfüllung seiner Bedürfnisse. Damit heißt er nicht nur die Erfüllung seiner Bedürfnisse willkommen, sondern ist zeitgleich bereit mit der Ablehnung umzugehen, die jeder von uns erfahren kann, wenn er sich öffnet.

Denn wer seine Bedürfnisse befriedigt haben möchte, muss auch den Preis dafür zahlen und mit Ablehnung umgehen können.

Umgekehrt bedeutet das, wenn wir uns nicht öffnen, nicht zu unseren Bedürfnissen stehen und sie nicht selbstbewusst kommunizieren können, wir auch nicht abgelehnt werden können, was die prägende Strategie des Nice Guys dargestellt.

Der Nice Guy hat das Problem, dass er sich nicht öffnen kann. Er kann sich nicht verwundbar geben, denn er kann mit der Scham einer Ablehnung nicht umgehen. Diese würde für ihn bedeuten, dass er alleine und einsam bleibt. Aus diesem Grund hat der Nice Guy über die Jahre die Strategie entwickelt, dass er die Bedürfnisse anderer über seine eigenen stellt.

Er hilft anderen also bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse.

Als Belohnung hierfür möchte er, dass seine Bedürfnisse erfüllt werden.

Der Nice Guy ist somit alles andere als selbstlos. Er ist bedacht, angespannt und für die meisten Menschen etwas merkwürdig. Sein Verhalten ist nicht authentisch. Er ist höchst manipulativ.

Während Nice Guys häufig mit liebevollen und selbstlosen Menschen verwechselt werden, sind sie häufig alles andere als das. Die folgende Tabelle zeigt drei bedeutsame Unterschiede bei der Betrachtung von Nice Guy und liebevollem Verhalten.

Nice Guy VerhaltenLiebevolles Verhalten
  • Tut etwas für andere, weil er von ihnen akzeptiert werden möchte.
  • Gibt etwas für andere, was der Geber benötigt zu geben.
  • Hat immer Hintergedanken dabei.
  • Tut etwas für andere, weil er anderen etwas Gutes tun möchte.
  • Gibt etwas für andere, was der Empfänger benötigt zu empfangen.
  • Tut es aus freien Stücken, ohne Hintergedanken.

Er ist in seinem Handeln somit nicht auf das Wohl der anderen aus, sondern lediglich auf sein eigenes.

Der Nice Guy und das Opfer-Dreieck

Hilft er anderen Menschen, dann meist um als Resultat deren Akzeptanz zu erhalten bzw. deren Ablehnung zu vermeiden. Bekommt er nicht das, was er sich erhofft, wird er häufig zornig. Da ein Ausbruch seiner Wut jedoch bedeuten könnte, dass Leute ihn hierfür ablehnen, frisst er den Frust lieber in sich rein.

Am meisten wünscht sich der Nice Guy die Bestätigung von Frauen. Er ist der Überzeugung, dass er so wie er ist, nicht ausreicht, damit sich eine Frau zu ihm hingezogen fühlen könnte. Also versucht er über dargestellte Selbst- und Bedürfnislosigkeit ihre Liebe für sich zu gewinnen. Springt sie auf diese Strategie nicht an, tut er das, was seine Weltanschauung ihm als einzige Lösung sagt: versuche es noch härter, denn so wie Du jetzt bist, bist Du noch nicht gut genug für sie.

Doch mit jedem Versuch mehr von seiner Angebeteten wahrgenommen zu werden, verschreckt er sie mehr und mehr.

Mit der Zeit kommt all die aufgestaute Wut aus ihm heraus. Er flucht über Frauen und schreit lauthals, dass Frauen alles Schlampen seien und man eine Frau nicht mit gutem Verhalten bekäme, sondern dass Frauen nur auf böse Jungs stünden, die sie dreckig behandeln.

Der Nice Guy ist im Opfer-Dreieck gefangen.

  1. Er sieht sich selbst als Opfer.
  2. Um kein Opfer mehr zu sein, stellt er seine Bedürfnisse hinten an, um hiermit die Akzeptanz anderer zu erhalten.
  3. Andere reagieren jedoch nicht auf diesen Versuch, da wir Menschen uns zu Menschen hingezogen fühlen, die authentisch sind, was der Nice Guy nicht ist. Als Resultat dessen endet der Nice Guy wieder als Opfer und der Prozess startet von vorne.

Nice Guys gibt es in vielen Facetten

Während sich ihre Geschichten alle voneinander unterscheiden, steckt im Kern dieselbe Problematik, die ihre Leben bestimmen.

Hier drei verschiedene Typen von Nice Guys:

Andreas ist 23 und seit der 5. Klasse insgeheim in seine Nachbarin Sophie verliebt. Leider findet Andreas nicht den Mut Sophie anzusprechen, mit ihr Zeit zu verbringen, zu flirten und so seinem Bedürfnis nachzugehen. Stattdessen schaut er mit an, wie Sophie über die Jahre viele (in seinen Augen) schlechte Kerle dated, die sie gar nicht verdient haben und ist stets für sie verfügbar, wenn sie ihm von ihren Männerproblemen berichtet oder Andreas mal um einen Gefallen bittet. Andreas freut sich wann immer sich Sophie bei ihm meldet, da es für ihn ein Zeichen dafür ist, dass sie irgendwo im Inneren doch Interesse an ihm hat und ihm auch immer sagt, dass er so ein guter Kerl ist und sich bloß nie ändern sollte. In Andreas Kopf lebt die Hoffnung, dass Sophie eines Tages vielleicht erkennt, dass sie ihn insgeheim liebt.

Stefan ist bei seiner Mutter aufgewachsen. Seine Eltern haben sich sehr früh scheiden lassen. Er hat seine Mutter seitdem nie mit einem anderen Kerl erlebt. Seit Kindesalter möchte Stefans Mutter ihn zu einem besseren Mann als seinen Vater erziehen. Sex ist ein Tabu-Thema für Stefans Mutter. Respekt vor Frauen stellt für Stefan die höchste Tugend dar. Als er mit 19 das Haus seiner Mutter verlässt, um studieren zu gehen und Tanja, seine Kommilitonin kennenlernt, verliebt er sich Hals über Kopf. Tanja ist von Stefans zuvorkommenden Verhalten beeindruckt und erfreut darüber, endlich einen netten Kerl kennenzulernen, nachdem sie bisher immer an Kerle geraten war, die sie entweder betrogen oder mit ihr Schluss machten. Tanja und Stefan fangen an sich zu daten und verstehen sich prächtig. Doch als Stefan selbst nach dem fünften Date noch keinen Versuch unternommen hat, Tanja zu verführen oder gar zu küssen, wird Tanja immer abweisender und hat plötzlich kaum mehr Zeit, wenn sich Stefan mit ihr treffen möchte.

Sebastian sagt über sich, dass er eine tolle Kindheit hatte und seine Eltern für ihr perfekt seien. Sie haben alles für ihn gemacht. Er wurde von der Schule von ihnen abgeholt, seine Mutter hat ihre Halbtagsstelle gekündigt, damit er nicht in die Betreuung gegeben werden musste und selbst teuren Klavierunterricht haben sie ihm bezahlt. Übers Wochenende haben seine Eltern Sebastian zu Klavierturnieren gefahren und waren stolz, wenn ihr Sohn, wie sooft, das Turnier gewann. Seine Eltern haben hierfür eine ganze Menge Geld für ihn ausgegeben und Sebastian sagt, dass er froh sein kann, solch tolle Eltern zu haben, die alles für ihr Kind tun. Als Sebastian mit 25 im Freundeskreis Daniela kennenlernt, schafft er es nicht mit ihr zu flirten und ihr sein Interesse zu signalisieren, da er Angst hat, was seine Freunde von ihm denken könnten, wenn sie nicht darauf einsteigt. Als ihm sein bester Freund drei Monate später Andrea, eine weitere attraktive Frau, vorstellt, scheitert Sebastian wieder daran, dass etwas zwischen ihnen beiden läuft. Er hat große Angst davor Fehler zu machen.

Drei verschiedene Fälle, die allesamt Nice Guys beschreiben.

Andreas ist der Fall, der versucht durch seine vorgespielte Selbstlosigkeit bei Sophie anzukommen und in der Welt gefangen ist, dass dieses Verhalten das Richtige sei, um ihr Herz zu erobern.

Stefan wurde von seiner Mutter dazu erzogen, keine Sexualität besitzen zu dürfen. Selbst wenn sie dies nicht ausgesprochen hat, hat sie ihn dazu konditioniert. Heute scheitert er daran sein Bedürfnis nach Sex offen zu zeigen und mit Frauen intim zu werden.

Sebastians Eltern haben versucht durch ihren Sohn zu leben. Er wurde dazu erzogen, keine Fehler zu machen. Heute traut er sich in Situationen, die ihm fremd sind, keine eigenen Erfahrungen zu machen oder etwas zu tun, was Konsequenzen mit sich ziehen könnte, da er Angst davor hat, nicht alles perfekt zu machen.

Nice Guys haben trotz ihrer Verschiedenartigkeit allesamt dieselbe Grundproblematik:

  • Sie stellen ihre Bedürfnisse hinten an.
  • Sie streben danach anderen zu gefallen bzw. tun alles, um zu vermeiden, jemand anderem nicht gefallen zu können.
  • In ihrer Überzeugung sind sie so wie sie sind, nicht gut genug um von anderen einfach so geliebt zu werden, ohne etwas für sie zu tun. Interessanterweise verdrängen viele Nice Guys diese Tatsache in ihr Unterbewusstsein und reden sich ein zu gut für andere zu sein. Dies ist ein Verdrängungsmechanismus, der es ihren erlaubt, weiterhin in ihrer Weltanschauung zu leben, in der ihre Selbst- und Bedürfnislosigkeit Erfolgsfaktoren und Tugenden des Lebens sind.

Der Ausbruch aus dem Nice Guy Opfer-Dreieck

Kein Mensch sollte ein Nice Guy sein. Durch ihre dargestellte Selbst- und Bedürfnislosigkeit verschrecken sie andere Menschen aus ihrem Leben und scheitern daran ihre eigenen Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Sie fühlen sich leer, ausgelaugt, einsam, leben konstant unter ihrem Potenzial und verspüren ständig das Gefühl nicht gut genug zu sein. Ihre Angst vor Ablehnung dominiert ihr gesamtes Leben.

Mann, der authentisch zu seinen Bedürfnissen steht und diese kommuniziert.

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Wenn Du ein Nice Guy bist, dann musst Du einige wichtige Veränderungen in Deinen Lebensparadigmen vollziehen.

  • Du musst lernen Deine eigenen Bedürfnisse zu akzeptieren, sie zu kommunizieren und ihnen Priorität zu geben.
  • Du musst lernen authentisch zu werden.
  • Du musst lernen zu Deiner Männlichkeit und Deiner Rolle als Mann zu stehen.
  • Du musst lernen herauszufinden wer Du bist und zu Dir zu stehen.

Wie Du all das machst, erfährst Du in meinem kostenlosen Email-Kurs.

Doch der allererste Schritt ist der schwierigste von allem. Das ist einer, bei dem Dir niemand helfen kann. Und das ist folgender:

Gesteh Dir ein, wenn Du ein Nice Guy bist und dass ein Nice Guy KEIN GUTER KERL ist!

Und wenn Du nun bereit dafür bist, den Nice Guy in Dir aufzugeben, um stattdessen ein authentischer Mann zu sein, der sein Ding durchzieht und mit Erfolg und Glück in der Liebe belohnt wird, dann trage Dich hier unten für meinen kostenlosen Email-Kurs ein.

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